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Soziales Leitbild Außerfern

I Einleitende Präambel

II Protokoll Alkohol, Drogen, psychisch Kranke

III Protokoll Alte Menschen

IV Protokoll Integration ausländischer Mitmenschen

V Protokoll Kind, Jugend, Familie

VI Protokoll Menschen mit Behinderung

I Einleitende Präambel

Unsere Welt steht in einem Prozess eines tief greifenden sozialen Wandels: Weg von der Großfamilie hin zum Singlehaushalt, Globalisierung mit neuer Flexibilität, Leere der öffentlichen Kassen, Infragestellung von Sozialleistungen, neue Formen der Armut, Entsolidarisierung unserer Gesellschaft, demographische Änderungen, Wandel des Generationenvertrages. Die Absicherung des sozialen Netzes stellt ländliche, klein strukturierte Regionen vor besondere Herausforderungen. Auch wenn die Sozialgesetzgebung auf Landes- und Bundesebene erfolgt, so besteht doch auch in den Regionen ein erhebliches Handlungspotenzial. Dieses Potenzial erschließt sich durch persönliche Kontakte der handelnden AkteurInnen, gelebte Netzwerke, kurze und unbürokratische Behördenwege, Nachbarschaftshilfe und regionalen Zusammenhalt.
Das Außerfern, kleinster der neun Tiroler Bezirke, zeichnet sich nicht nur durch seine besondere Lage sondern auch durch seine Vorreiterrolle im Sozialbereich aus. Im Wissen um die zukünftigen Herausforderungen und im Sinne eines aktiven Agierens fassten VertreterInnen von Behörden, Gemeinden, Nonprofit Organisationen, Kirchen und Unternehmen den Entschluss, gemeinsam ein Soziales Leitbild zu erarbeiten. Dieses Leitbild soll zu neuen Lösungen, Ideen und Visionen anregen und als Rahmenkonzept künftigen Aktivitäten im Sozialbereich eine Richtung geben.
Das Soziale Leitbild Außerfern besteht aus einer Gesamtpräambel und fünf thematischen Protokollen zu folgenden Bereichen: „Alkohol/Drogen/psychisch Kranke“, „Alte Menschen“, „Integration ausländischer Mitmenschen“, „Kind/Jugend/Familie“ und „Menschen mit Behinderung“. Diese thematischen Protokolle setzen sich jeweils aus Präambel, Zielaussagen und Handlungsgrundsätzen zusammen. Fünf Arbeitskreise bestehend aus VertreterInnen von Sozialeinrichtungen, Kirchen, Unternehmen, der öffentlichen Verwaltung und der Politik sowie engagierten BürgerInnen arbeiteten 2004 und 2005 gemeinsam an diesen Protokollen. Eine Steuerungsgruppe unter dem Vorsitz von Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach koordinierte den Leitbildentwicklungsprozess. Die Erarbeitung der einzelnen Protokolle sowie der Gesamtpräambel folgte einem demokratischen Prozess unter breiter BürgerInnenbeteiligung. Das Soziale Leitbild Außerfern wird getragen von den drei Säulen Freiwilligkeit, Partnerschaft und Selbstverpflichtung.
Nachdem das sozio-ökonomische Umfeld einem ständigen Wandel unterworfen ist, sind insbesondere die Zielaussagen in regelmäßigen Abständen einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Bei sich ändernden Rahmenbedingungen sind über einen demokratischen Prozess entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Als Rahmenkonzept findet es Eingang in übergeordnete Regionalentwicklungspläne.
Um das Soziale Leitbild mit Leben zu erfüllen, ist es das Ziel, dass möglichst viele Organisationen als Teile des sozialen Systems „Außerfern“ die einzelnen Protokolle unterzeichnen. Damit werden sie zu PartnerInnen des Sozialen Leitbildes Außerfern. Mit ihrer Unterschrift geben diese PartnerInnen ein klares Bekenntnis zu den Inhalten, Zielaussagen und Handlungsgrundsätzen des Leitbildes ab. Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung versuchen diese, nach ihren jeweiligen ideellen, personellen, organisatorischen und statuarischen bzw. rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten einen Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Als Teile des „sozialen Systems Außerfern“ im Kontext des Leitbildes gelten: Behörden, Gemeinden, Nonprofit Organisationen, Kirchen, Unternehmen und Privatpersonen.
Das Soziale Leitbild Außerfern entfaltet seine positive Wirkung, wenn die PartnerInnen des Leitbildes gemeinsam versuchen, bestehende Verbesserungspotenziale auszuschöpfen. Diese Potenziale bestehen in einer stärkeren Zusammenarbeit und Vernetzung von Behörden, Gemeinden, Sozialeinrichtungen, Kirchen und Unternehmen. In Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel soll diese Zusammenarbeit zu einer Bündelung von Kräften, einem verbesserten Ressourceneinsatz und einer Koordination von Aktivitäten führen. Sind zusätzliche Mittel erforderlich, so bemühen sich die beteiligten PartnerInnen gemeinsam um weitere Finanzierungsmöglichkeiten. 
Wirksamkeit entfaltet das Soziale Leitbild auch durch die Bereitschaft der PartnerInnen, Problemsituationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, andere Meinungen und Konzepte zu respektieren und voneinander zu lernen.
Alle Handlungen der PartnerInnen im Rahmen des Sozialen Leitbildes sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung und tragen den Prinzipen des Gender Mainstreaming Rechnung.

II Protokoll Alkohol, Drogen, psychisch Kranke

Präambel

Alkohol ist auch im Außerfern ein gesellschaftlich anerkannter Bestandteil des täglichen Lebens, obwohl er vielen Menschen Leid bringt und deren Lebensgrundlage zerstört. Daher wollen wir alle Altersgruppen und soziale Schichten für daraus entstehende Probleme sensibilisieren und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken.
Besonders liegen uns die Kinder und Jugendlichen am Herzen. Wir wollen diese dazu anleiten, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten. Erwachsene sollen zu einem maßvollen und vernünftigen Umgang mit Alkohol bewegt werden.  Wir wollen Gefährdete so festigen, dass sie der Versuchung von Suchtmitteln widerstehen. Suchtkrankheiten stellen nur einen Ausschnitt von Erkrankungen dar, die ihre Ursache in der Psyche des Menschen haben.
Durch verschiedenste Einflüsse ist eine Zunahme psychischer Erkrankungen zu erkennen. Wir wollen gegen die in der Bevölkerung vorhandenen Vorurteile, die psychisch kranke Menschen abstempeln, gezielt angehen und psychisch erkrankte Mitmenschen bei der Bewältigung ihrer Krankheit und Probleme unterstützen.

Zielaussagen und Handlungsgrundsätze

Dies wollen wir erreichen, indem wir…
• die Öffentlichkeit regelmäßig über die negativen Folgen von Alkohol und Drogen informieren aber auch Präventionsmöglichkeiten aufzeigen,
• regelmäßig über die Gesetze, ihre Schutzfunktion und damit verbundene Ge- und Verbote bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen informieren,
• auf alkoholkranke Menschen mit Zivilcourage zugehen und sie ermutigen und unterstützen, eine professionelle Hilfestellung anzunehmen,
• das Bewusstsein dafür schärfen, dass der Besitz und Konsum weicher und harter Drogen nicht nur gesundheitliche, sondern auch negative berufliche und soziale Folgen haben können,
• unsere Kinder und Jugendlichen dabei fördern, gefestigte Persönlichkeiten zu werden, die bereit sind, Selbst- und Fremdverantwortung zu übernehmen,
• Erwachsene und Mitmenschen mit Vorbildfunktion an ihre Verantwortung erinnern und sie ermuntern, die Probleme auch offen anzusprechen,
• die Öffentlichkeit über psychische Erkrankungen aufklären und ihr die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten näher bringen,
• die Vernetzung der Sozialeinrichtungen und Behörden sicherstellen und gemeinschaftlich mit den Betroffenen die jeweils besten Entscheidungen schnell und unbürokratisch treffen,
• den Betroffenen den Zugang zu Hilfsangeboten und Beratungseinrichtungen erleichtern,
• Angehörige und Bezugspersonen informieren und in und die Betreuung mit einbeziehen,
• bestehende Hilfsangebote im Bezirk erweitern und an die Bedürfnisse der Betroffenen anpassen.
 

III Protokoll Alte Menschen

Präambel

Auch im Außerfern unterliegt die Gesellschaft einem demographischen Wandel, der tief greifende Veränderungen mit sich bringt: immer mehr ältere MitbürgerInnen verdienen unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Ein Dialog zwischen den Generationen ist hierfür eine wichtige Grundlage.
Das Potenzial älterer Menschen, die rüstig sind und neuen Aufgaben suchen, wollen wir für das Außerfern  nutzen. Zugleich wollen wir die älteren Menschen, die zunehmend auf Hilfe zur Bewältigung des Alltags angewiesen sind, aktiv unterstützen. Diejenigen, die ältere Menschen täglich betreuen, bedürfen der Anerkennung, praktischer Hilfestellung und der sozialen Absicherung, damit sie ihre Leistungen dauerhaft und qualitativ hochwertig erbringen können.

Zielaussagen und Handlungsgrundsätze

Unseren älteren Mitmenschen wollen wir daher…
• Wertschätzung entgegenbringen, indem wir Aufgaben an sie herantragen und ihnen Gelegenheit geben, ihre Lebenserfahrung für die Jüngeren oder Menschen ihrer eigenen Generation einzubringen,
• ihre Grundbedürfnisse sichern, insbesondere im Bereich der mitmenschlichen Beziehungen, des selbst bestimmten Wohnens in ihrer vertrauten Umgebung, der Mobilität, des Glaubens, der altersgerechten Ernährung und der Hygiene,
• in hilfsbereiter nachbarschaftlicher Begegnung bei der Bewältigung ihres Alltags beistehen,
• eine Lebensbegleitung bis ans Lebensende im vertrauten Kreis ermöglichen.
Für unsere älteren gehandicapten MitbürgerInnen wollen wir zudem, dass ….
• die Festlegung der Pflegestufe im Dialog zusammen mit allen Beteiligten erfolgt und die laufende fachliche Begleitung der Betreuung gewährleistet ist,
• ihnen Vertrauenspersonen zur Willensbekundung und Interessenswahrnehmung zur Verfügung stehen, die es ihnen auch ermöglichen, ihre Ängste und  Sorgen zu artikulieren und ihren Glauben auszuüben.
Auch für die pflegenden Angehörigen unserer älteren Mitmenschen
• sollen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen,
• sollen Rahmenbedingungen personeller und infrastruktureller Art geschaffen werden, die ihnen die Organisation ihrer Aufgaben erleichtern, sie finanziell und damit auch existenziell absichern, sie fachlich qualifizieren und ihnen den Freiraum zur Erfüllung ihrer persönlichen Bedürfnisse schaffen,
• soll bei der Auseinandersetzung mit dem zu erwartenden oder eingetretenen Tod des von ihnen betreuten Menschen kompetente Betreuung angeboten werden.

IV Protokoll Integration ausländischer Mitmenschen

Präambel

Mehr als 15% der Außerferner Bevölkerung kommt aus dem Ausland, etwa 10% aller im Außerfern Lebenden aus einem Land mit einer anderen Muttersprache und meist anderer Kultur und Religion. Ausländische Mitmenschen leisten durch verschiedenartige Tätigkeiten wichtige Beiträge zum Gemeinwohl im Außerfern. Einheimische und AusländerInnen haben in allen Lebensbereichen miteinander zu tun: z.B. in Kindergärten, Schulen, Betrieben, Vereinen, im Krankenhaus und in der Öffentlichkeit.
Im Sinne eines friedlichen, bereichernden Miteinanders ist Integration ein wichtiges Anliegen Aller. Es ist ein dauerhafter Prozess, der auf gegenseitigem Verständnis und Respekt aufbaut. Integration sucht das Gemeinsame und ermöglicht auch die Beibehaltung von Eigenständigkeiten für die ausländischen und einheimischen Mitmenschen.

Zielaussagen und Handlungsgrundsätze

Dies streben wir an, indem wir …
• bei den einheimischen wie auch den ausländischen Mitmenschen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Integration für alle einen Gewinn darstellt und nur stattfinden kann, wenn alle miteinander daran arbeiten,
• die Einheimischen dabei unterstützen, Vorurteile und Ängste vor Überfremdung und vor Verlust der Selbstbestimmung abzubauen,
• den ausländischen Mitmenschen, die dauerhaft im Außerfern leben möchten, dabei helfen, ihr neues Umfeld als lebens- und liebenswerte Heimat zu verstehen, anzunehmen und verantwortungsvoll mitzugestalten,
• die einheimischen und ausländischen Mitmenschen dabei unterstützen, die Angst vor dem Verlust der eigenen kulturellen Identität abzubauen,
• bei Einheimischen und ausländischen Mitmenschen durch gezielten Austausch über Kultur, Tradition und Religion gegenseitiges Verständnis, Respekt und Toleranz fördern, aber auch die Grenzen der Toleranz aufzeigen,
• die Sprachkompetenz der ausländischen Mitmenschen aktiv fördern und einfordern, um ihre Partizipation am Gemeinwesen des Außerfern, ebenso wie den Zugang zu Bildungsangeboten, zu ermöglichen,
• den in unserem Bezirk lebenden AsylwerberInnen Hilfe für ihre Lebenssituation, wie beispielsweise soziale Kontakte, anbieten.
 

V Protokoll Kind, Jugend, Familie

Präambel

Die Familie in all ihren Formen bildet das Rückgrat einer intakten Gesellschaft. Sie vermittelt Werte und gibt Wurzeln, die Kinder und Jugendliche mit ihrem zu Hause verbinden. Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen zu unterstützen bedeutet zugleich, die Zukunft des Lebens- und Wirtschaftsstandortes Außerfern zu sichern.
Durch die veränderten Rahmenbedingungen in der Gesellschaft und Arbeitswelt brauchen Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in den Familien unsere Unterstützung. Immer wieder kommen Menschen in  Notlagen. Mit Zivilcourage, professionellen Angeboten und unbürokratischer Hilfe wollen wir diesen Situationen rasch begegnen.

Zielaussagen und Handlungsgrundsätze

Dies wollen wir erreichen, indem wir …
• die Menschen im Außerfern dafür sensibilisieren, dass Probleme menschlich sind und Lösungen auch durch Inanspruchnahme externer Hilfe möglich sind,
• soziale Angebote öffentlich vorstellen, Möglichkeiten zur Begegnung schaffen sowie Beratung und Unterstützung anbieten,
• Hilfe für jene anbieten, die von sexueller Gewalt betroffen sind und allen Betroffenen den Zugang zur Hilfe so leicht wie möglich machen,
• gewaltbereite Menschen beraten und durch Betreuung sie und ihre Angehörigen vor Gewalt bewahren,
• Beratung und Betreuung auch für Männer jeden Alters anbieten,
• Möglichkeiten schaffen, in Not geratenen Mitmenschen rasch und unbürokratisch finanzielle Hilfe zu gewähren,
• Müttern und Vätern in unserer Gesellschaft Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen, egal ob sie zu Hause die Familie versorgen oder erwerbstätig sind,
• für Familien mit Kindern, insbesondere auch für Berufstätige oder Alleinerziehende, ganzjährig und ganztägig eine qualifizierte und bezahlbare Betreuung für Kinder aller Altersstufen anbieten,
• den Bedarf für Kinderbetreuung regelmäßig ermitteln, Angebote koordinieren und über bestehende Einrichtungen und Anlaufstellen informieren,
• bei den Arbeitgebern das Bewusstsein für den Wert von Familie fördern und versuchen, vermehrt flexible Arbeitsmöglichkeiten für die Eltern zu schaffen,
Dies wollen wir für unsere Jugendlichen erreichen, indem wir …
• Treffpunkte für Begegnung schaffen,
• auf sie offen zugehen,
• Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Zukunftsgestaltung in Gesellschaft und Politik schaffen und engagierte Jugendgruppen bei ihrer Arbeit unterstützen,
• Ihnen Unterstützung für die Ausübung von gemeinsamen Aktivitäten anbieten.

VI Protokoll Menschen mit Behinderung

Präambel

Das Außerfern entwickelt sich zur Modellregion für gelebte Integration in Richtung Inklusion aufbauend auf dem Konzept der umfassenden Teilhabe für alle.
Integration und Inklusion sind eine grundlegende Menschenrechtsfrage. Wir verstehen darunter eine Haltung, die auf der Überzeugung beruht, dass alle Menschen gleichberechtigt sind, geachtet und geschätzt werden.
Integration und Inklusion sind ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess und setzten Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen voraus. Sie ermöglichen allen Menschen in vollem Umfang gleichwertig, gleichberechtigt und partnerschaftlich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
In allen Lebensbereichen gilt es
• inklusive Kulturen zu schaffen,
• inklusive Strukturen zu erarbeiten und
• inklusive Praktiken zu entwickeln.
Integration und Inklusion beziehen sich auf alle Menschen, unabhängig von der Art und Schwere ihrer Beeinträchtigung oder ihres sozialen Status – Sie sind unteilbar. Integration und Inklusion gewährleisten volle Bürgerrechte, bestmögliche Selbstbestimmung und entsprechende Unterstützung und Dienstleistung für alle.

Zielaussagen und Handlungsgrundsätze

Dies wollen wir erreichen, indem wir…
• eine Kultur der gelebten Integration und Inklusion entwickeln, das heißt, die Bereitschaft, mit Interesse und Neugier aufeinander zuzugehen, miteinander zu kommunizieren und auf jeden individuell einzugehen und kontinuierlich zu fördern,
• Unterschiedlichkeit als Bereicherung erleben und diese damit für uns ebenso selbstverständlich ist wie der Abbau physischer und psychischer Barrieren,
• darauf hinwirken, barrierefreies Bauen in der Tiroler Bauordnung, vergleichbar zur Steiermark zu verankern,
• alle PartnerInnen für die Modellregion der gelebten Integration bzw. Inklusion gewinnen und durch eine Selbstverpflichtung dieser Verbindlichkeit verschaffen,
• unseren öffentlichen Institutionen das Prinzip der Inklusion und die entwickelten Vorgangsweisen näher bringen,
• EntscheidungsträgerInnen und ihren Institutionen Materialien und Verfahren zur Selbstüberprüfung zur Verfügung stellen,
• unsere Strukturen, die sich aus Organisationen, Förder- und Unterstützungssystemen zusammensetzen, kontinuierlich auf ihre Eignung für Integration in Richtung Inklusion in allen Lebensbereichen, insbesondere
o Bildung
o Erwerbstätigkeit
o Freizeit
o Familie, Beziehung und Partnerschaft
o Gesellschaftliches Leben
o Körperliche, geistige und seelische Gesundheit
o Politische Vertretung
o Religion und Glaube
überprüfen und wo erforderlich verbessern,
• möglichst viele BürgerInnen und professionell Tätige durch berufsnahe Ausbildungsgänge qualifizieren,
• eine dauerhafte Unterstützung des Prozesses „gelebte Integration bzw. Inklusion“ sichern,
• über die verschiedenen Ebenen auf die politischen EntscheiderInnen einwirken, die Gleichstellungsgesetzgebung weiter voranzubringen.

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