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Bichlbach

Bichlbach mit den Orten Lähn und Wengle liegt in der Mitte von „Zwischentoren”, dem Tal zwischen Fernpass und Ehrenberger Klause. Im Norden erhebt sich der Kohlberg, den man geografisch zu den Ammergauer Alpen zählt; im Süden befinden sich die steilen Grashänge der Bleispitze, des Mähberges und des Lammberges, die zu den Lechtaler Alpen gehören. Dazwischen liegt noch die Einmündung des Berwanger Tales. Die Wasserscheide zwischen Lech und Loisach liegt östlich von Lähn.

Bichlbach

Gemeinde Bichlbach

Informationen:

 Geschichte:

Bichlbach – mundartlich Piechlpach – 1300 die Alpe in „Puechelpach”, 1336 wird eine Stamser Schwaige in „Puechelbach” erwähnt. Der Ortsname leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Buochinbach” ab (der von Buchen umstandene Bach).

Wengle – mundartlich z´Wengle – althochdeutsch „wang” = Feld, mittelhochdeutsch „wanc” = Grasland, „wengelin” = kleine Grasfläche.

Lähn – mundartlich auf der Lähn – früher Mittewald, 1278 de Mittenwalde, 1456 wurde aufgrund des großen Lawinenunglückes (22 Tote) der Ort südöstlich neu aufgebaut und „ist jez alhin auf der Leen genannt”.

Um 1300 bestanden die Alpe „Puechelbach” und vier Schwaighöfe der Herren von Starkenberg. Güter besaß hier auch das Stift Füssen. Die Herren von Schwangau hatten das Geleit- und Jagdrecht bis zum Fernpass. Ebenfalls um 1300 wurde hier sogar Waschgold gewonnen. Zwischen Gartnerwand und Bleispitze bestand von 1621 bis 1688 ein Bleibergbau. In politischer Verwaltung und Recht-sprechung war Bichlbach, wo 1452 ein Dingstuhl (Gerichtsstätte) belegt ist, dem Gericht Ehrenberg unterstellt.

Lähn wird 1278 unter dem Namen „Mittewald” erstmals erwähnt und war im Besitz des Benediktinerklosters Weingarten (Baden-Württemberg). Die Siedlung stand auf der sonnigen Anhöhe des „Bichls”. 1282 erhielt der Markt Imst von Meinhard II. von Tirol das Privileg, in Mittewald eine Niederlage für den Frachtverkehr samt Gespannwechsel halten zu dürfen. 1456 und 1689 zerstörten Schneelawinen die Siedlung. Sie wurde am Fuße des Riegelbach-Schwemmkegels wieder aufgebaut und erhielt den Namen Lähn.

Wengle entstand auf einer kleinen Wiese mit Hof und war ebenfalls im Besitz des Klosters Weingarten.

Die Pest wütete in den Jahren 1611 und 1635/36 und forderte viele Opfer in der Gemeinde.

 

 

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