Tannheim
Tannheim liegt 24 km südwestlich von Reutte. Die Gemeinde besteht aus den Weilern Oberhöfen, Unterhöfen, Schmieden, Bogen, Geist, Bichl, Wiesle, Kienzen, Achrain, Untergschwend, Kienzerle, Berg und Innergschwend.
Informationen
| Einwohner | 1090 |
| Bügermeister | Markus Eberle |
| Telefon | 05675-6203 |
| gemeinde@tannheim.tirol.gv.at |
Geschichte
Tannheim, das „Heim im Tann”, ist der Hauptort des Tannheimer Tales. Tannheim und mit ihm das ganze Tal wird im „Tiroler Landreim” von 1558 wegen seines Waldreichtums gerühmt. Die Besiedlung erfolgte vermutlich ab dem 13. Jh. Die Bewohner kamen aus dem Ostrachtal und unterstanden – dem allgäuischen Rechtsbrauch entsprechend – weiterhin den Gerichts- und Grundherren ihres Herkunftsortes, nämlich zu-nächst den Grafen von Montfort und den Herren von Heimenhofen und erst später den Grafen von Tirol. Dies erklärt auch, weshalb noch in tirolischen Amtsschriften des 15. Jhs. Tannheim unbestritten als ein Bestandteil des Allgäus verzeichnet wird.
Bereits 1342 bestand ein Dorf „Tanhaim”, das urkundlich erwähnt wird. 1416 verbriefte Herzog Friedrich IV. von Österreich den Tannheimern ihre althergebrachten Rechte, die er 1432 nach dem Erwerb der Güter der Herren von Burgberg durch einen Freiheitsbrief vermehrte. 1464 bestimmten Herzog Sigmund von Tirol und Graf Hug von Montfort Tann-heim zum Sitz des Niedergerichtes. Die Zugehörigkeit der das ganze Tal umfassenden Gemeinde und Pfarre Tannheim zum Land Tirol verfocht die Innsbrucker Regierung in einer Jahrzehnte (1485 -1535) währenden Auseinandersetzung mit Augsburg um die Forsthoheitsrechte. Den Dingstuhl zu Tannheim, 1515 ein Unteramt des Gerichtes Ehrenberg, leitete ein gewählter Ammann. Dieser Dingstuhl wurde 1705 aufgehoben, und die Anwaltschaft wurde den übrigen Regionen gleichgestellt. 1822 wurde das Tannheimer Tal noch in das äußere, mittlere und innere Drittel geteilt, 1835 wurden die einzelnen Gemeinden des Tales selbstständig. Außer einigen Gewerbebetrieben und der Landwirtschaft ist es vor allem der Tourismus, der den Tannheimern Arbeit und Brot gibt.

