Nesselwängle
Nesselwängle liegt auf 1136 m Seehöhe am Beginn des Tannheimer Tales, am Fuße der Roten Flüh. Der Ort hat sich aus einem Straßendorf entwickelt. Der Weiler Rauth liegt etwas oberhalb des Gaichtpasses an der Südseite der Krinnenspitze, der Weiler Haller direkt am nordöstlichen Ufer des Haldensees, der Weiler Schmitte zwischen Nesselwängle und Haller.
Informationen:
| Einwohner | 423 |
| Bügermeister | Richard Posch |
| Telefon | 05675-8249 |
| gemeinde@nesselwaengle.tirol.gv.at |
Geschichte
Ende des 14. Jhs. kamen Tiroler Siedler aus den Gerichten Ehrenberg und Aschau über das Tiefjoch in die Talalpe Nesselwängle, welche 1434 erstmals urkundlich erwähnt wird. Politisch gehörte Nesselwängle zur Großgemeinde oder Anwaltschaft Tannheim, wurde aber innerhalb dieser 1652 als Gemeinde mit einem Dorfmeister und Eigenbesitz ausgewiesen.
Besondere Bedeutung erlangte Nesselwängle durch den Salzverkehr. Es entstand ein dreistöckiger Salzstadel mit eigener Einfahrt in jedes Stockwerk. Der Ort stellte an die 80 Pferde für Vorspanndienste. 1779/80 gingen von Nesselwäng-le 12.853 Salzfässer und 6348 Rodfahrten nach Hindelang ab. Aus Nesselwängle zogen viele Stuckateure und Maurer als Saisonarbeiter in das Ausland.

