Kaisers
55 km von Reutte liegt die höchstgelegene Gemeinde des Bezirkes mit den Weilern Kienberg und Boden. Flurnamen: Kragenegg, Schröfle, Bichl, Faldele, Außerer Berg, Hof, Wasen, Rauth, Obere Häuser, Geigern, Lochhaus und Gomern.
Informationen:
| Einwohner | 81 |
| Bügermeister | Markus Lorenz |
| Telefon | 05633-5255 |
| gemeinde@kaisers.tirol.gv.at |
Geschichte
Der Name stammt vom rätoromanischen Wort „Kaser” und erinnert an die Almwirtschaft.
Bereits 1275 wurde Kaisers als Dauersiedlung der Stanzertaler Bauern genutzt. Dies beweist eine Steuerliste des Gerichtes Landeck, in der indirekt eine Ansiedlung in Kaisers erwähnt wird. Es standen also schon damals die Urhöfe von Kaisers.
Diese Steuerliste beweist auch, dass die Kaiserer steuermäßig zur damaligen Steuergemeinde Stanzertal gehörten und dass die Besiedlung über das Kaiserjoch erfolgt war.
1385 wurde dann die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde den Stanzertalern zugesichert, ein von alters her bestehendes Recht beibehalten zu dürfen: Ihr Vieh bei Schlechtwetter bis nach Kienberg treiben zu dürfen. Es ging also um ein Almrecht.
1427 taucht Kaisers erneut aus dem Dunkel der Geschichte. Es geschieht dies in der großen Steuerveranlagung für ganz Tirol. Man nennt diese „Feuerstättenverzeichnis”. In „Chaiser”, wie es jetzt heißt, waren also innerhalb von 150 Jahren, aus zwei oder drei Höfen zehn geworden, womit eine damalige Einwohnerzahl von 60 anzunehmen ist.
Die folgenden Jahrhunderte können nur in Stichworten skizziert werden:
1661 –156 Einwohner
1701 – 207 Einwohner (Höchststand in der Geschichte der Gemeinde)
1737 – Kaisers erhält eine eigene Dorfordnung
1805 – Kaisers wird zur eigenen Gemeinde (Grundlage dafür bildete die eigene Dorfordnung).
1934 – Bau der ersten Straße.
Von jeher war Kaisers nach dem Stanzertal ausgerichtet und unterstand damit, mit Ausnahme der „Bayernjahre” (1809), als man Ehrenberg zugeteilt war, dem Gericht Landeck. Erst 1938 kam die höchstgelegene Gemeinde des Bezirkes zum Außerfern.
1975 und 1990 – Bau der Lawinengalerie „Hahnlestal”
1990-191 - Bau der Feuerwehrhalle/Bauhof
1992 – Ausbau der Straße von Steeg nach Kienberg
1995-1997 - Neubau der Trinkwasserversorgung
2005 - Lawinenverbauung, Gleitschutzböcke auf Holz neben der Pfarrkirche
2006 - Installation Breitbandinternet, WLan; Bau des Kleinkraftwerks Kaiserbach
2007 - Sanierung Feuerwehrhalle/Bauhof
2009 - Bau des Forstwegs "Troschberg"

