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Elmen

In der Mitte des Lechtales, eingebettet zwischen Rotwand, Klimmspitze und Mutekopf, liegt Elmen mit den Ortsteilen Martinau und Klimm. Von Elmen führt die Hahntennjochstraße nach Imst ins Inntal (Wintersperre); Reutte liegt von Elmen ca. 24 km entfernt. Zu Elmen gehören der Weiler Klimm und die Fraktion Martinau.

Elmen

Gemeinde Elmen

Informationen:

Geschichte

Vermutlich führte schon in sehr früher Zeit durch das heutige Ortsgebiet von Elmen  ein Pfad zum Hahntennjoch ins obere Inntal. Dies untermauert die Auffindung einer römischen Münze aus 80 cm Tiefe am „Hohen Rain”, die das Bildnis der Kaiserin Faustina jun. (gest. 175 n. Chr.) zeigt. Erstmals wird Elmen im Jahr 1312 als „Elmenoe” erwähnt und scheint im Feuerstättenverzeichnis von 1427 zusammen mit Klimm und Martinau mit 23 Häusern und 122 Einwohnern auf. Seit Ende des 15. Jhs. war der Ort Sitz von Gerichtsanwälten, die als verlängerter Arm des Pflegers von Ehrenberg eingesetzt waren; ihnen unterstanden unter der Gebietsbezeichnung „Elmer-Drittel” die Ortschaften Hinterhornbach, Stanzach und Forchach. Bis zur Auflassung der Anwaltschaften des Gerichtes Ehrenberg im Jahr 1833 hatten die Anwälte meist ihren Amtssitz im heute noch bestehenden Haus Nr. 45 (Gasthof Kaiserkrone). Um diese Zeit hatte sich Elmen (mit Klimm und Martinau) laut einer amtlichen Erhebung von 1835 zu einem Ort mit 83 Häusern und 410 Personen entwickelt. Zwei Gemeindebürger betätigten sich als „Zündholz-Fabrikanten” und hatten bald nach der Erfindung des Schwefelhölzchens (1832) je ein Häuschen am Weg nach Klimm und am Edelbach erbaut (beide noch erhalten) und konnten sogar Heimarbeit vergeben. Seit der Errichtung der Handwerkszünfte 1694 in Bichlbach als „Mutter- oder Hauptlade” stand in Elmen auch eine Beilade. Durch das ganze 18. Jh. hindurch gab es in Elmen Maurer- und Zimmermeister, Hutmacher, Stuckateure, Strumpf- und Lodenwalker, Weiß- und Rotgerber, Bäcker. Michael Schwarz, von Beruf Müller und Tischler, betrieb von der 2. Hälfte des 18. Jhs. bis zum Jahr 1830 nebenher noch eine Glockengießerei.

Seit 1920 gibt es in Elmen elektrischen Strom, der damals in Stanzach erzeugt wurde. 1926 wurde die Erbauung einer Hochdruckwasserleitung vorgeschlagen, um bei Bränden das Eigentum der Bewohner zu schützen; daraufhin  gründete sich auch die Freiwillige Feuerwehr. Ab 1926 gab ein heimisches Tiefbauunternehmen etlichen Männern einen Arbeitsplatz.

 

 

 

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