Elbigenalp
Die Gemeinde Elbigenalp, im Volksmund „das Duarf” genannt, ist der Hauptort des Lechtales und liegt auf 1040 m Seehöhe im mittleren Lechtal zwischen den Allgäuer und Lechtaler Alpen, 35 km südwestlich des Bezirkshauptortes Reutte. Die Gemeinde besteht aus dem Straßendorf Elbigenalp („Dorf”), den Straßensiedlungen Ober- und Untergib-len, dem Weiler Grünau (Ober- und Untergrünau) im Südwesten und dem straßendorfartigen Weiler Köglen im Osten.
Informationen:
| Einwohner | 807 |
| Bügermeister | Bernhard Singer |
| Telefon | 05634-62110 |
| gemeinde@elbigenalp.tirol.gv.at |
Geschichte
1312: Die Pfarre wird urkundlich erstmals erwähnt. Elbigenalp war im Mittelalter der politische und kirchliche Mittelpunkt der Großpfarre und Markgenossenschaft Lechtal, die sich vom Tannberg bis auf die Linie Forchach-Vorderhornbach erstreckte. Ihr Umfang deckte sich mit dem schon 1330 bis 1340 bezeugten Gericht im Lechtal.
1315: Die Herren von Rettenberg schenkten ihre Güter zu Elbigenalp dem Zisterzienserstift Stams.
1348: Der Landesfürst, Markgraf Ludwig von Brandenburg, unterstellte das Gericht im Lechtal, das bisher dem Gericht Imst zugeteilt war, dem Pfleger des Gerichts Ehrenberg.
1401: Mit der Schaffung der Pfarre Holzgau und der pfarrlichen Lostrennung des Oberlechtales setzte die Auflösung des bisher einheitlichen Wirtschafts-, Verwaltungs- und Seelsorgeverbandes Lechtal ein. Bald darauf wurde das untere Lechtal neuerdings geteilt, sodass nun drei „Drittel” für die Verwaltung des Tales zuständig waren. Elbigenalp gehörte zum „mittleren Drittel”.
1822: Elbigenalp war ein Drittel des Gerichtes Reutte.
1833: Elbigenalp wird eine selbstständige politische Gemeinde in ihrer heutigen Ausdehnung.
Ende des 17. Jhs.: Viele Elbigenalper zogen als Maurer, Stuckateure, Händler und Kaufleute in die Fremde. Manche kehrten wohlhabend und angesehen nach Elbigenalp zurück, woran heute noch mehrere schöne Häuser mit prächtigen Fresko- und Stuckarbeiten erinnern.

