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Steeg

Steeg mit seinen Ortschaften Steeg, Dickenau, Ebene, Grube, Hinterellenbogen, Welzau, Prenten, Hägerau und Walchen ist ein typisches Straßendorf. Die Weiler Lechleiten und Gehren liegen auf ca. 1500 m nahe der Vorarlberger Grenze. Das letzte Tiroler Dorf vor dem Arlberg ist, wie sein Name andeutet, aus einem Brückendorf entstanden. Bezaubernd liegen die Weiler Lechleiten und Gehren (1500 m) an den Hängen der Allgäuer Alpen an der Grenze zum Lechtal und zum Bregenzer Wald.

Steeg

Gemeinde Steeg

Informationen:

Geschichte

In Urkunden von 1427,1434, 1473 heißt es „vom Steeg”. 1613 wird in einer Lehensurkunde der „Kaiserstög” über den Lech genannt. Besiedelt wurde Steeg vermutlich vom Lechtal herauf und über das Joch vom Stanzertal  her. Um 1315 werden im Urbar des Stiftes Stams Güter in „Heugernauwe” (Hägerau) genannt. Im frühen Mittelalter waren Teile des heutigen Gemeindegebietes als Alpe des Stiftes Weingarten in Verwendung. Steuerlich war Steeg seit 1266 dem Gericht Imst, später dem Gericht Ehrenberg zugeteilt und war ursprünglich ein Teil der Anwaltschaft im Oberlechtal. Später hieß dieser Teil zusammen mit Holzgau „das obere Drittel”, 1822 bildete Steeg ein eigenes „Drittel”, dem die politische Gemeinde zugrunde gelegt wurde.

Um 1300 begann die Besiedlung des Bregenzer Waldes, des Kleinen Walsertales und der Gegend um den „Tannberg” (Lech, Warth, Lechleiten, Gehren). Zuvor waren diese Gegenden nur als Jagd- und Alpgebiet benutzt worden. Alemannen, die sich vom Norden kommend um das Jahr 1000 im heute deutsprachigen Teil des Wallis angesiedelt hatten, verließen im Laufe des 13. und 14. Jhs. erneut ihre Heimat und kamen über Furka- und Oberalppass in das obere Rheintal, von wo sie Hochtäler in Tirol und Vorarlberg besiedelten. Sie ließen sich dort nieder, wo die Romanen eine Siedlung vermieden hatten, in steilen V-Tälern  und in unwirtlichen Tobeln. Auf diese Weise wurden Bauern und Hirten von „Wallisern” zu „Walsern”. Sechs Häuser in Gehren und Lechleiten im Baustil der Walser sind im Zuge dieser Besiedlung entstanden. Die Siedler erhielten als Gegenleistung für die Nutzbarmachung des Landes von ihren Lehnsherren, den Herren von Rettenberg, Grundstücke als Erblehen, waren somit keine Leibeigenen, sondern freie Bauern. Ihnen wurden von den Grundherrn die Selbstverwaltung und die niedere Gerichtsbarkeit gewährt.

1342 kam Lechleiten zu Tirol. Die Weiler Lechleiten und Gehren wurden vom Tannberg her besiedelt. Die Spuren des Vorarlberger Dialekts sind jedoch durch Zuzug aus dem Lechtal verschwunden. 

 

 

 

 

 

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