Vorderhornbach
Das Haufendorf liegt südwestlich von Stanzach am Eingang des Hornbachtales, 22 km von Reutte entfernt am Fuße der Grubachspitze (Allgäuer Alpen) auf einer Seehöhe von 974 m. Es hat klimatisch die günstigste Lage des ganzen Lechtales. Ortsteile: Oberdorf, Unterdorf, Bichl, Leite, Roggenland, Siedlung (Schröfle) und (Spieße)-Mühl.
Informationen:
| Einwohner | 258 |
| Bügermeister | Gottfried Ginther |
| Telefon | 05632-301 |
| gemeinde@vorderhornbach.tirol.gv.at |
Geschichte
Vorderhornbach wird erstmals 1218 als Ort an der Südgrenze der Hofmark Aschau urkundlich erwähnt. 1333 verkauft Heinrich von Rettenberg Hornbach an das Stift St. Magnus in Füssen. Damit war Vorderhornbach Teil der Großgemeinde und Pfarre sowie des Gerichtes Aschau (fünförtliche Gemeinde). In der Gerichtsordnung von 1461 wird die Sonderstellung von Vorderhornbach als spätmittelalterliche Rodungssiedlung hervorgehoben, da die Bewohner keine grundherrlichen Abgaben an das Kloster entrichten mussten. 1610 wird das Gericht Aschau an den Landesfürsten Erzherzog Maximilian III. verkauft. Damit kommt Vorderhornbach endgültig zu Tirol. Unter der bayerischen Herrschaft wurden 1810 Vorder- und Hinterhornbach vereinigt und dem Gericht Ehrenberg unterstellt, womit sich die Grenzen der Gerichtsbereiche Aschau und Ehrenberg verwischten. Doch schon 1833 wird Vorderhornbach eine selbstständige politische Gemeinde.
Mit der Grundzusammenlegung 1958 erlebte die Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1964 wurde das Freischwimmbad eröffnet, der Hochkopflift errichtet und die erste Kanalisation des Tales gebaut.
Anfang der 70er Jahre wurde ein neues Siedlungsgebiet oberhalb des Ortes ausgewiesen. 27 Häuser wurden dort errichtet. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden Straßen und Plätze neu gestaltet. 2003 wurde ein weiteres Siedlungsgebiet mit zehn Bauplätzen im Roggenland von der Gemeinde geschaffen.

